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Nachhaltige Tourismusentwicklung
Höhere Fachschule für Tourismus & Management in Graubünden

Nachhaltige Tourismusentwicklung: Reale Projekte im Tourismusstudium

Wenn Praxisnähe und Nachwuchstalente zusammenwirken, wächst nachhaltige Tourismuszukunft – davon sind wir bei der HF Tourismus & Management Graubünden überzeugt. Im Fach «Nachhaltige Tourismusentwicklung» arbeiteten unsere Studierenden deshalb vier Wochen lang an spannenden, realen Projekten von touristischen Auftragsgebenden in der Schweiz. Praxisnahe Projekte wie dieses sind ein zentraler Bestandteil des Tourismusstudiums an der HFT Graubünden.

Vier Herausforderungen, vier Perspektiven, ein gemeinsames Ziel 

Die Studierenden entwickeln in vier Gruppen nachhaltige Lösungen, welche in der Praxis sofort Wirkung entfalten. Die Themen aus Tourismus und Eventmanagement waren vielseitig und herausfordernd:  

  • Förderung der Nachhaltigkeit in der Planung und Durchführung von Events für Sils Tourismus 
  • Massnahmen zur Förderung der regionalen Produkte für den Trägerverein alpinavera
  • Entwicklung eines Abfallmanagements für die Leading Events AG 
  • Entwicklung eines Angebots für nachhaltige touristische Mobilität für St.Gallen-Bodensee Tourismus 

Milena Camichel von Sils Tourismus betont: «Mir ist es wichtig, dass Nachhaltigkeitsthemen vertieft behandelt werden, weil sie heute eine zentrale Rolle für jede Form von Tourismus und gesellschaftliches Handeln spielen. Wer sich früh und verantwortungsbewusst damit auseinandersetzt, schafft nicht nur einen bewussteren Umgang mit Ressourcen, sondern entwickelt auch ein tieferes Verständnis dafür, wie unser eigenes Handeln Auswirkungen auf Umwelt, Menschen und Zukunftsperspektiven hat.»  

Praxisnahe Inputs von Experten in Nachhaltigkeit & Tourismus 

Das Modul lebt ergänzend zu den realen Herausforderungen von praxisnahen Inputs, die den Unterricht bereichern und das Verständnis für nachhaltige Entwicklung vertiefen. Dieses Jahr durften wir auf die Expertise und Inspiration von sieben Gastdozierenden setzen. 

Bea Brunner der Stiftung myclimate rückte alles rund um nachhaltige Tourismusentwicklung ins Zentrum, Martina Hollenstein Stadler das Thema Nachhaltigkeitsstrategie einer Destination. Romy Bacher vom STV nahm die Studierenden mit ins Schweizer Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable, und Regula Keller der UNESCO Biosphäre Entlebuch beleuchtete regionale Wirtschaftskreisläufe. Mit dem Best Case Kontiki Reisen zeigte Bruno Bisig konkrete Massnahmen im Bereich Corporate Social Responsibility auf.  

Er betonte: «Der Erhalt der natürlichen Ressourcen und die sozialen Strukturen in den nordischen Ländern liegen mir am Herzen, um unseren Kunden authentische Erlebnisse zu ermöglichen, welche die Seele berühren. Beim Tierschutz stellen wir zum Beispiel sicher, dass die Huskys unserer Partner nach getaner Arbeit genügend Erholung und Zugang zu regelmässigen Tierarztkontrolle haben. So können sich die Hunde auf die nächste Tour freuen, genauso wie unsere Kunden und Kundinnen. Mit dem Engage-Label von Kontiki schaffen wir eine klare Differenzierung auf dem Markt, hinter dem eben auch Engagement steckt.»  

Cécile Oberholzer der Stadt Zürich nahm an diesem Tag die Studierenden anhand eines Workshops mit ins Thema Smart City – eine zunehmend wichtige Dimension nachhaltiger Stadtentwicklung im Tourismus – und Diego Hack in die Herausforderungen der Mobilität. 

Nachhaltige Tourismusentwicklung ist wichtig für zukünftige Fachkräfte 

Diese Kombination aus Theorie, Praxis, Austausch und Reflexion sorgt dafür, dass das Gelernte direkt wieder zurück in die Branche fliesst – eine echte Win-win-Situation für Studierende und Auftraggebende.  

Und Bruno Bisig, welcher vor über 25 Jahren für seinen eigenen Berufsweg wertvolles Wissen von der HFT Graubünden mitnehmen durfte, ergänzt: «Mit dem Einbezug von Expertenvorträgen aus der Praxis bereichern wir nicht nur den Schulalltag – einen solchen Vortrag als Gastredner zu halten, erlaubt mir auch, zukünftige Führungskräfte zu motivieren selbst Eigeninitiative und Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeit zu übernehmen.»

Nach vier Wochen Erarbeitungszeit präsentierten die vier Studierendengruppen den Auftraggebenden und Studienkollegen wie auch den Dozierenden Roland Ottiger und Judith Meilwes ihr Projektelösungen – inspirierend, direkt umsetzbar und bereit zur konkreten Ausarbeitung.

Lorina Heeb, Studierende erklärt nach der Abschlusspräsentation den Wert des Moduls: «Der Unterricht in Nachhaltige Tourismusentwicklung zeigt mir klar, wie stark touristische Entscheidungen ökologische, soziale und wirtschaftliche Bereiche beeinflussen. Ich lerne, kritisch zu beurteilen, welche Massnahmen realistisch, wirksam und langfristig tragbar sind.» 

Das übergreifende Fazit von Modulleiter Roland Ottiger zeigt den Stellenwert von nachhaltiger Tourismusentwicklung auf: «Die soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit muss im Zentrum jeder zukunftsorientierten Tourismusentwicklung stehen. Nur so entstehen tragfähige Lösungen mit echter Akzeptanz und spürbarem Mehrwert.»

Ein herzliches Dankeschön unseren Projektpartnern Milena Camichel, Patricia Tanner, Ramona Lendenmann und Lucas P. Treichler für das Engagement und Vertrauen in unsere Tourismusstudierende und die HF Tourismus & Management Graubünden in Samedan. Was uns besonders freut und stolz macht: Drei der vier Auftraggebenden sind Alumni HF Tourismus & Management Samedan. Dieses Vertrauen zeigt, wie wertvoll es ist, Verbindungen über das Studium hinaus zu pflegen. 

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